Schaden des Monats August

2019-08-01 04:07 von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Im monatlichen Beitrag der ATLAS Versicherungsmakler wird regelmäßig ein realer Schadenfall aus der Security-Branche dargestellt und beurteilt.

Alarm ausgelöst – Alarm gemeldet – Alarminterventionsdienst macht sich auf den Weg. Klingt nach einem korrekten Ablauf. Nur leider fährt der Sicherheitsmitarbeiter zum falschen Objekt, während im Einbruchgebäude ordentlich zugeschlagen wird…

secmarket-schaden-des-monats-august-2019-atlas-versicherungsmaklerDie ATLAS Versicherungsmakler stellen monatlich einen "Schaden des Monats" vor

 

Der Fall:

Ein Sicherheitsdienstleister ist für die Alarmintervention bei einer großen Fahrradkette zuständig. Der Auftrag umfasst 180 Filialen im gesamten Bundesgebiet. Neben den Filialen sind auch die regionalen Verwaltungsgebäude Gegenstand des Bewachungsauftrages.

Am Schadentag erhält der Sicherheitsdienstleister in seiner Notruf-Service-Leitstelle (NSL) einen Einbruch-Alarm für eines der Veraltungsgebäude. Der zuständige Leitstellenmitarbeiter gibt den Alarm umgehend an den Interventionsdienst weiter. 10 Minuten nach erfolgter Alarmmeldung ist der Interventionsdienst bereits vor Ort. Dabei können keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Dies wird der Leitstelle mitgeteilt und es werden keine weiteren Maßnahmen eingeleitet.

Am nächsten Morgen wird dem Sicherheitsdienstleister vom Auftraggeber ein in der letzten Nacht erfolgter Einbruch angezeigt. Es waren drei E-Bikes im Wert von ca. 15.000 € entwendet worden. Wie sich auf Rückfrage bei der Interventionskraft herausstellt, war der Wachmann zum falschen Objekt gefahren. In der Straße des Verwaltungsgebäudes befindet sich mehrere hundert Meter weiter eine Filiale der Fahrradkette. Der Wachmann war zu dieser Filiale gefahren und hat dort nach Hinweisen auf einen Einbruch gesucht, dabei fand der Einbruch im Verwaltungsgebäude statt.  

Schadenforderung:

15.000 € für drei E-Bikes + 2.000 € für die beschädigte Glasscheibe

Situation Sicherheitsdienstleister:

Die Alarmkette vom eingehenden Alarm, bis hin zur Intervention am Objekt verlief vereinbarungsgemäß. Von der Leitstelle wurde ebenfalls die korrekte Anschrift an die Interventionskraft weitergegeben. Da sich der Mitarbeiter bereits zwei Stunden vor dieser Alarmmeldung in der Umgebung aufgehalten hatte, hatte er die Hausnummer nicht mehr kontrolliert, da er der Meinung war das Objekt zu kennen. Dass es sich jedoch um das Verwaltungsgebäude handelt, war ihm in diesem Moment nicht bewusst. Man kann festhalten, dass  die Intervention im Prinzip richtig, aber am falschen Objekt erfolgte. 

Haftung des Sicherheitsdienstleisters:

Der Bewachungsauftrag umfasste 180 Filialen, 5 regionale Verwaltungsgebäude sowie die Firmenzentrale. Der eingehende Alarm wurde vorschriftsgemäß abgearbeitet und die Intervention eingeleitet. Die Tatsache, dass die Interventionskraft das falsche Objekt kontrollierte, muss sich der Sicherheitsdienstleister zurechnen lassen. Eine Haftungsbefreiung ist nur möglich, wenn der Sicherheitsdienstleister entlastende Argumente vortragen kann…

 

Ob und wie der Sicherheitsdienstleister haftet und was die ATLAS Versicherungsmakler empfehlen, lesen Nutzer der APP SECmarket Business im vollständigen Gastbeitrag von Bernd Schäfer, der im Infobereich der App, der auch im Webportal gelesen werden kann.

 

© Bild Teaser: istock.com/Olivier Le Moal

 

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