Schaden des Monats-Dezember

2018-12-11 08:56 von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Im monatlichen Beitrag der ATLAS Versicherungsmakler wird regelmäßig ein realer Schadenfall aus der Security-Branche dargestellt und beurteilt.

Süße Verwechslung – bittere Folgen. In unserem Schaden des Monats Dezember ist der Empfangs- und Pfortendienst für die Weisung der Lieferanten eines Nuss-Nougat-Creme-Herstellers zu den richtigen Produktionshallen zuständig. Während des Einsatzes verwechselt der Mitarbeiter zwei Lieferanten und die Cremes werden falsch angeliefert. Es erfolgt eine Fehlproduktion mit enormem Schaden.

secmarket-schaden-des-monats-dezember-atlas-versicherungsmaklerDie ATLAS Versicherungsmakler stellen monatlich einen "Schaden des Monats" vor

Der Fall:

Ein Hersteller von Nuss-Nougat-Cremes hat ein Sicherheitsunternehmen für die Empfangs- und Pfortendienste  beauftragt. Eine der wesentlichen Tätigkeiten war dabei die Zutrittskontrolle und die Weisung der einzelnen LKW zu den jeweiligen Produktionshallen. Im hier eingetretenen Schadenfall kam es zu einer Verwechslung zweier Chargen Nuss-Nougat-Cremes. Dabei enthielt ein Tank einen geringeren Haselnussanteil als der Andere.

Diese Verwechslung führte dazu, dass die Chargen falsch gekennzeichnet wurden. Zudem wurden die Chargennummern durch den Mitarbeiter falsch auf dem Lieferschein notiert, wodurch die Verwechslung erst später entdeckt werden konnte. Bei einer Routineüberprüfung während der Produktion fiel einem Mitarbeiter des Auftraggebers die Verwechslung der Chargen auf.

Für diese Fehlproduktion, die aufgrund der Verwechslung entstanden ist, hat der Anspruchsteller den Sicherheitsdienstleister haftbar gehalten.   

Schadenforderung:

38.500,00 € für zwei fehlerhafte Chargen Nuss-Nougat-Cremes, sowie die Entsorgungs- und Verwaltungskosten.

Situation Sicherheitsdienstleister:

Laut Dienstleistungsvertrag ist das Sicherheitsunternehmen für die korrekte Aufteilung der einzelnen Tanks und Disponierung der einfahrenden LKW zuständig. Die korrekte Aufteilung wurde dem Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens auf dem Lieferschein angezeigt, durch eine Unachtsamkeit seinerseits jedoch verwechselt.

Haftung des Sicherheitsdienstleisters:

Aufgrund des Fehlers seines Mitarbeiters haftet das Sicherheitsunternehmen für den daraus resultierenden Vermögensschaden. Eine Kontrollinstanz des Auftraggebers war nicht vorgesehen. Hätte hier noch eine weitere Kontrolle des Auftraggebers stattgefunden, so hätte der Schaden verhindert werden können.

Für diese Kontrolle hätte jedoch das Sicherheitsunternehmen sorgen müssen, da gemäß Dienstleistungsvertrag die vollumfängliche Kontrolle in der Verantwortung des Sicherheitsunternehmens lag.

Was die Betriebshaftpflichtversicherung in diesem Fall decken konnte und was die ATLAS Versicherungsmakler für Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg geben, lesen Nutzer der APP SECmarket Business im vollständigen Gastbeitrag von Bernd Schäfer der ATLAS Versicherungsmakler im Infobereich der App, der auch im Webportal gelesen werden kann.

 

© Bild Teaser: istock.com/Olivier Le Moal

 

 

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