Schaden des Monats Februar

2019-02-12 01:04 von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Im monatlichen Beitrag der ATLAS Versicherungsmakler wird regelmäßig ein realer Schadenfall aus der Security-Branche dargestellt und beurteilt.      

Wenn die Technik versagt … dann kann auch der Sicherheitsdienstleister haften. Das muss aber nicht sein. In unserem Schaden des Monats Februar verderben Medikamente wegen eines ausbleibenden Alarms. Wer muss am Ende für den enormen Schaden aufkommen?

secmarket-schaden-des-monats-februar-2019-atlas-versicherungsmaklerDie ATLAS Versicherungsmakler stellen monatlich einen "Schaden des Monats" vor

Der Fall:

Ein Forschungsunternehmen verwendet Medikamente und Proben, die gekühlt werden müssen, damit sie nicht verderben. Temperaturabweichungen vom Sollwert müssen vermieden werden, damit die Qualität gewährleistet ist und Versuche unter konstanten Bedingungen durchgeführt werden können.

Die Kühlschränke werden deshalb durch eine Alarmanlage überwacht und Abweichungen vom Sollwert werden dementsprechend als Alarm gemeldet.

Die Anlage ist bei dem Facilitymanagementunternehmen, welches das gesamte Objekt betreut, aufgeschaltet. Von dort wird ein Alarm an einen als Subunternehmer beauftragten Sicherheitsdienst weitergeleitet, der interveniert.

Am Schadentag weicht die Ist-Temperatur erheblich von der Soll-Temperatur ab. Der Alarm wird vom Facilityunternehmen technisch entgegen genommen und ohne menschlichen Zugriff umgehend an den Sicherheitsdienst weitergeleitet.

Aufgrund eines technischen Problems kommt der Alarm nicht beim Dienstleister an. Das Forschungsunternehmen fordert nun 20.000 € für die verdorbenen Proben.

 Schadenforderung:

  1. 20.000 € für die verdorbenen Proben

Situation Sicherheitsdienstleister:

Der Sicherheitsdienstleister hätte nach Erhalt des Alarms die auf der Interventionsliste stehenden Personen telefonisch benachrichtigen sollen. Aufgrund des Übermittlungsfehlers gab es bei dem Sicherheitsdienstleister keinen Alarm und es konnte nicht interveniert werden.

Haftung des Sicherheitsdienstleisters:

Das Facilitymanagementunternehmen haftet gegenüber dem Forschungsunternehmen, denn der Alarm ist in seinen Bereich eingegangen. Geschuldet war eine Intervention nach Alarm, diese Zusage wurde nicht eingehalten.  Aus welchem Grund spielt im Verhältnis zwischen Facilitymanagementunternehmen und Aufraggeber keine Rolle.

Zu klären ist allerdings im Innenverhältnis, was die Ursache für das Nichtweiterleiten des Alarms an den Sicherheitsdienst gewesen ist. An dieser Stelle gibt es in der Praxis erhebliche Probleme, denn der Absender weist durch Sendeprotokolle nach, dass seine Alarmmeldung versandt wurde.  Gleichzeitig kann der Empfänger belegen, dass er keinen Alarmeingang hat. Eine Haftung des Netzbetreibers ist regelmäßig ausgeschlossen. So zeigt ein Beteiligter auf den anderen….

 

Wer zum Schluss für den Schaden aufkommt und was die ATLAS Versicherungsmakler für Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg geben, lesen Nutzer der APP SECmarket Business im vollständigen Gastbeitrag von Bernd Schäfer der ATLAS Versicherungsmakler im Infobereich der App, der auch im Webportal gelesen werden kann.

 

© Bild Teaser: istock.com/Olivier Le Moal

 

Weitere Neuigkeiten in dieser Rubrik:

Schaden des Monats Januar

Schaden des Monats Dezember

Schaden des Monats November

Schaden des Monats Oktober

 

Lernen Sie die Hintergründe und das Team hinter dem App-Projekt SECmarket kennen – in unserem Über Uns-Bereich.
Für weitere Infos zu den Ansprechpartnern, besuchen Sie unseren Kontaktbereich.

Zurück