Schaden des Monats Januar

2019-01-11 01:27 von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Im monatlichen Beitrag der ATLAS Versicherungsmakler wird regelmäßig ein realer Schadenfall aus der Security-Branche dargestellt und beurteilt.

Wasserschaden der etwas anderen Art – Auf einem Trockendock, auf dem Reparaturarbeiten für Schiffe vorgenommen werden, dringt Wasser ein. Die darauf befindliche Hebebühne wird beschädigt. Routinekontrollen durch einen angestellten Sicherheitsdienstleister hätten das verhindern müssen. Der Sicherheitsdienstleister haftet für den Schaden.

secmarket-schaden-des-monats-januar-2019-atlas-versicherungsmaklerDie ATLAS Versicherungsmakler stellen monatlich einen "Schaden des Monats" vor

Der Fall:

In einer Werft wird ein Sicherheitsunternehmen für die Besetzung der Pforte und weitere Kontrollgänge eingesetzt. Unter anderem zählen zu den Aufgaben die regelmäßige Bestreifung des Werftgeländes und die Meldung von Auffälligkeiten, wie zum Beispiel ein mögliches Absinken des Trockendocks.

Auf diesem Trockendock werden Schiffe regelmäßig gewartet und bei Bedarf repariert. Am Abend des Schadentages befindet sich zur Durchführung der Wartungsarbeiten noch eine Hebebühne auf dem Trockendock.

Aufgrund einer technischen Störung sinkt das Trockendock allmählich ab. Dies hätte durch den Sicherheitsmitarbeiter während seiner zweistündigen Routinekontrollen erkannt und gemeldet werden müssen.

Durch die ausgebliebene Meldung über das Absinken des Trockendocks  wird die darauf befindliche Hebebühne durch das eindringende Wasser beschädigt.

Schadenforderung:

ca. 25.000 € für die beschädigte Hebebühne und das Gutachten des Sachverständigen.

Situation Sicherheitsdienstleister:

Laut Dienstleistungsvertrag soll der Rundgang alle zwei Stunden durchgeführt werden. Dabei sollen alle Kontrollstellen abgelaufen und auf Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Hierzu zählen unter anderem die Überprüfung des Trockendocks und das Abgeben einer Meldung bei Absinken an den Auftraggeber.

Diese Meldung ist trotz des deutlich zu erkennenden Absinkens mehrfach ausgeblieben, da sich dieser Absinkprozess über mehrere Stunden und somit über mehrere Rundgänge hinweg hingezogen hat. Durch eine Benachrichtigung des Auftraggebers hätte das Absinken gestoppt und die Beschädigung der Hebebühne verhindert werden können.

Haftung des Sicherheitsdienstleisters:

Im Dienstleistungsvertrag zwischen beiden Parteien ist die Kontrollroutine festgelegt. Ebenfalls ist das Trockendock aus der Pförtnerloge erkennbar, welche ständig durch den Sicherheitsdienstleister besetzt ist.

Der Sicherheitsdienst hätte den nun eingetretenen  Schaden durch die ordnungsgemäße Ausführung seiner Tätigkeit verhindern können.  Das Absinken des Trockendocks geschieht über einen langen Zeitraum, so dass der Mitarbeiter das Ereignis spätestens während einer seiner Runden hätte erkennen müssen.

Alternativ dazu wäre das Absinken auch aus der Pförtnerloge erkennbar gewesen. Tatsächlich wurde das Absinken nicht bemerkt und dadurch kam es zu dem Schadenereignis.  Hierfür ist der Sicherheitsdienstleister haftbar.

Was die Betriebshaftpflichtversicherung in diesem Fall decken konnte und was die ATLAS Versicherungsmakler für Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg geben, lesen Nutzer der APP SECmarket Business im vollständigen Gastbeitrag von Bernd Schäfer der ATLAS Versicherungsmakler im Infobereich der App, der auch im Webportal gelesen werden kann.

 

© Bild Teaser: istock.com/Olivier Le Moal

 

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