Schaden des Monats Juli

2019-07-11 02:38 von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Im monatlichen Beitrag der ATLAS Versicherungsmakler wird regelmäßig ein realer Schadenfall aus der Security-Branche dargestellt und beurteilt.

Diebstahl der Extraklasse. Einbrechern gelingt es drei Luxusfahrzeuge aus einem Autohaus zu entwenden. Der Sicherheitsmitarbeiter bemerkt den Vorfall nicht und meldet keine Auffälligkeiten. Das kommt dem Sicherheitsunternehmen teuer zu stehen… Oder?

secmarket-schaden-des-monats-juli-2019-atlas-versicherungsmaklerDie ATLAS Versicherungsmakler stellen monatlich einen "Schaden des Monats" vor

 

Der Fall:

 Ein Sicherheitsdienstleister erhält für die Dauer von Umbaumaßnahmen in einem Autohaus den Auftrag, für die Bewachung der Fahrzeuge Sorge zu tragen. Aufgrund der Bauarbeiten wird die Alarmanlage ausgestellt und ein Sicherheitsmitarbeiter vor Ort zur nächtlichen Bewachung eingesetzt. Ein Teil der Fahrzeuge befindet sich im Showroom des Autohauses, ein weiterer Teil in der Werkstatt. Der Großteil der Neuwagen steht allerdings auf der umfriedeten Freifläche hinter dem Autohaus.

Der zuständige Sicherheitsmitarbeiter soll stündliche Rundgänge durchführen und dabei sowohl das Autohaus selbst, als auch den Außenbereich bestreifen.  Dabei soll er auffälliges Verhalten dokumentieren und an die Leitstelle melden. In der Tatnacht werden drei Luxusfahrzeuge von der Freifläche entwendet. Der Vorwurf gegen den Mitarbeiter und das Sicherheitsunternehmen lautet, dass der Diebstahl während des Rundgangs hätte bemerkt werden müssen.

Zudem hätte der Mitarbeiter den Diebstahl selbst durch einen Blick aus dem Fenster aus dem Autohaus heraus entdecken können. Eine Meldung blieb allerdings aus. Stattdessen erfolgte eine stündliche Meldung an die Leitstelle, dass es keine Auffälligkeiten geben würde. Erst am nächsten Morgen wurde der Diebstahl durch Mitarbeiter des Autohauses bemerkt.

Schadenforderung:

300.000 € für die drei abhanden gekommenen Fahrzeuge

Situation Sicherheitsdienstleister:

Der hier betroffene Mitarbeiter wurde vom Sicherheitsdienstleister ordnungsgemäß eingewiesen. Durch die stündliche Meldung aus dem Autohaus heraus war eine sach- und risikogerechte Routine vorgesehen, um die fehlende Sicherung der abgeschalteten Alarmanlage ersetzen zu können. Ebenfalls sollte der Mitarbeiter durch seine stündlichen Kontrollgänge das Gelände überwachen und auf Auffälligkeiten überprüfen. Die Freifläche war gut einseh- und auch innerhalb weniger Minuten bei einem Kontrollgang ablaufbar.

Haftung des Sicherheitsdienstleisters:

Der Sicherheitsdienstleister muss sich das Versagen des Mitarbeiters vollumfänglich zurechnen lassen. Aus unerklärlichen Gründen hat der Mitarbeiter den Diebstahl nicht bemerkt und somit nicht gemeldet. Nach Rücksprache mit dem Autohaus ist der für eine Entwendung derartiger Luxusfahrzeuge erforderliche Zeitaufwand aufgrund der besonderen Sicherungen der Fahrzeuge mit ca. 45 Minuten je Fahrzeug anzusetzen. Selbst für Profis wäre eine Zeit unter 30 Minuten nicht zu schaffen.

Da der Sicherheitsmitarbeiter aus dem Autohaus einen Großteil der Freifläche gut einsehen konnte, hätte der Diebstahl auch zwischen den stündlichen Rundgängen bemerkt werden müssen, zumal die Entriegelung der Wegfahrsperre mit einer erheblichen Lautstärke verbunden ist…

 

Wie der Sicherheitsdienstleister mit dem Sachschaden umgeht und was die ATLAS Versicherungsmakler empfehlen, lesen Nutzer der APP SECmarket Business im vollständigen Gastbeitrag von Bernd Schäfer, der im Infobereich der App, der auch im Webportal gelesen werden kann.

 

© Bild Teaser: istock.com/Olivier Le Moal

 

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