Schaden des Monats März

2019-03-05 12:55 von Bettina Kretzschmar (Kommentare: 0)

Im monatlichen Beitrag der ATLAS Versicherungsmakler wird regelmäßig ein realer Schadenfall aus der Security-Branche dargestellt und beurteilt. 

Bei seinem nächtlichen Revierdienst in einem Autohaus, wird der Sicherheitsmitarbeiter überwältigt. Die Täter versuchen ein Auto zu stehlen. Sie scheitern, aber hinterlassen einen großen Schaden – zu Ungunsten des Sicherheitsdienstleisters?

secmarket-schaden-des-monats-maerz-2019-atlas-versicherungsmaklerDie ATLAS Versicherungsmakler stellen monatlich einen "Schaden des Monats" vor

Der Fall:

Ein Sicherheitsdienstleister ist für den Revierdienst bei einem Autohaus zuständig. Zu dessen Aufgaben zählt dabei die Bestreifung des Innen- und Außenbereiches außerhalb der Öffnungszeiten.

Während eines nächtlichen Kontrollgangs befindet sich der Wachmann an einer der Außentüren, um diese für das Durchführen der Innenkontrolle aufzusperren. Als der Wachmann die Tür aufsperrt, wird er von drei männlichen Personen von hinten überwältigt und bewusstlos geschlagen. Dadurch erlangen die Täter Zugang zum Autohaus.

Die Täter dringen in die Werkstatt des Autohauses ein. Da die Schlüssel zu den reparaturbedürftigen Fahrzeugen im Zündschloss des jeweiligen Fahrzeuges stecken, können die Täter mühelos ein Fahrzeug öffnen und es starten. Sie fahren mit dem Fahrzeug durch das heruntergelassene Rolltor der Halle und beschädigen Fahrzeug und Rolltor massiv.

Die Fahrt endet bereits im Zaun, welcher das Gelände des Autohauses einfriedet. Wie sich später herausstellt, handelte es sich bei den Tätern um alkoholisierte Jugendliche, welche nach einer Feier den Wachmann entdeckten und sich spontan zu dieser Tat hinreißen ließen. Das Autohaus fordert von dem Sicherheitsdienstleister Schadenersatz für das beschädigte Fahrzeug, das Rolltor, sowie den Zaun.    

Schadenforderung:

  1. 55.000 € für das beschädigte Fahrzeug, das Rolltor sowie den Zaun.

Situation Sicherheitsdienstleister:

Da der Sicherheitsdienstleister, wie in solchen Fällen üblich, nur einen Mitarbeiter für diesen Auftrag eingesetzt hat, war dieser sowohl bei der Kontrolle als auch bei dem Angriff auf sich allein gestellt.

Das Autohaus hat die Reparaturarbeiten bereits direkt nach Schadeneintritt veranlasst und die Reparaturkosten im ersten Schritt mit dem zu entrichtenden Dienstleistungsentgelt für den Sicherheitsdienst verrechnet.

Haftung des Sicherheitsdienstleisters:

Der Sicherheitsdienstleister hat die vereinbarte Dienstleistung erbracht. Der Wachmann hat die Kontrollen nachweislich lückenlos ausgeführt. In der Tatnacht wurde dieser von drei Personen überwältigt.

Da er zu diesem Zeitpunkt mit dem Aufschließen der Tür beschäftigt war und keine besondere Gefahr mit erhöhtem Bedarf der Eigensicherung zu erkennen war, liegt kein Verschulden des Wachmanns vor. Ein Verschulden ist somit nicht gegeben und die Haftung abzulehnen…

 

Ob das Autohaus damit durchkommt, lesen Nutzer der APP SECmarket Business im vollständigen Gastbeitrag von Bernd Schäfer der ATLAS Versicherungsmakler im Infobereich der App, der auch im Webportal gelesen werden kann.

 

© Bild Teaser: istock.com/Olivier Le Moal

 

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